Hockey: FHTC holt Oberligapunkt in Köthen – „Ankommen tun wir erst noch“
geschrieben von Tobias SeifertDie Herrenmannschaft des FHTC ist in die Mitteldeutsche Feldhockey-Oberliga gestartet und bestreitet damit seine 12. Oberliga-Saison überhaupt.
Bei der Zweiten des heimstarken Cöthener HC holten die Bergstädter ein eng umkämpftes 3:3. Für Spielercoach Eric Timmich ist das noch kein Ankommen im mitteldeutschen Oberhaus. Die richtige Arbeit beginne jetzt – und die liege meist neben dem Platz.
„Die Oberliga-Saison verlangt uns als kleinem Verein alles ab. Statt wie bisher drei Spielen je Hin- und Rückrunde sind wir nun in 14 Spielen unterwegs.“ Vier von sieben Auswärtsspielen sind Tagesreisen durch Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. „Da kommen schon über 1600 Kilometer nur für die Auswärtsfahrten zusammen“, schätzt Timmich. „Vor allem müssen wir den Kader für jedes Spiel festzurren.“ 18 Namen stehen auf der Liste. Beruf, Studium und Wohnorte weit außerhalb Freibergs erfordern Planung. „Wir denken, dass wir es hinbekommen“, sagt der 27-jährige Spielercoach selbst.
In Köthen lief der FHTC mit elf Spielern auf, der Mindestzahl. „Trotzdem haben wir durch die Bank weg alles rausgehauen und für unsere Verhältnisse das Beste gemacht.“ Richard Zinnecker und Gowtham Govindaraj trafen, Timmich selbst auch. „Strafecke, Pass über das ganze Feld, Nachschuss zum 3:2. Das beschreibt unseren Ansatz hier. Schade, dass es nicht zu drei Punkten gereicht hat.“ Acht Zeitstrafen gab es auf beiden Seiten insgesamt. „Trotzdem haben wir heute auf alle Herausforderungen eine Antwort gefunden.“ Die muss die Saison tragen: „Laufintensität, Taktik, Technik – überall müssen wir wieder eine Stufe höher schalten.“
Mit den Rückkehrern Max Müller, Christopher Funke (TSV Leuna) und Routinier Moritz Papendick auf dem Zettel geht es für Timmich diese Woche wieder ans Telefon. Nächstes Heimspiel: der ungeschlagene ESV Dresden im Hockey- und Tennispark an der Hainichener Straße. „Wir wollen die Liga halten. Das bleibt hier in Freiberg das Ziel. Ankommen – und wenn es geht auch bleiben.“
Schreibe einen Kommentar
Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.

