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Dienstag, 31 März 2026 20:51

Hockey: Freibergs Hockey-Ikone Herbert Seifert mit höchsten sächsischen Ehren ausgezeichnet

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Fotos: Sabine Schwanke, Tobias Seifert Fotos: Sabine Schwanke, Tobias Seifert

FHTC-Ehrenmitglied Herbert Seifert kam im Rahmen der Mitgliederversammlung des FHTC zu besonderen Ehren, und das doppelt vergoldet.

Der Sportwart des  Sächsischen Hockeyverbandes (SHV) Heiko Kühn (PSV Chemnitz) überreichte Seifert die Ehrennadel des SHV in Gold. „Herbert Seifert ist ein richtiger Markenname weit über Freiberg und Sachsen hinaus. Wir und das gesamte sächsische Hockey haben Ihm viel zu verdanken.“ Zuvor hielt FHTC-Ehrenmitglied und ehemaliger Vorsitzender Ulrich Wehnert eine kurzweile Laudatio. „Wir gratulieren Dir nachträglich auch noch einmal zu Deinem 70. Geburtstag, ohne Dich wären wir heute nicht hier.“ Club-Vorsitzender Stephan Dittrich danke Herbert ausdrücklich für sein unermüdliches Engagement.

Zudem wurde der gebürtige Backnanger durch den Geschäftsführer des Kreissportbundes Mittelsachsen Benjamin Kahlert mit der Ehrennadel in Gold des Sächsischen Landessportbundes (SLSB) ausgezeichnet. „Diese höchste Auszeichnung des SLSB wird nur für herausragendes ehrenamtliches Engagement verliehen und zählt zu den seltensten Ehrungen im sächsischen Sport“, es ist mir eine besondere Freude, sie Dir heute zu überreichen, lieber Herbert.“ Herbert Seifert, der diesen Februar seinen 70-igsten Geburtstag feierte, verkörpert wie kaum ein anderer den Freiberger Hockeysport. Seit 1970 ist er dem Hockey verbunden. Bereits 1972 tauchte er in Mannschaftslisten auf, holte 1973 den Bezirksmeistertitel im Jugendbereich und stieg 1982 mit den Herren in die DDR-Oberliga auf. Als langjähriger Kapitän und „stocksicherer Techniker“ prägte er den Verein sportlich und menschlich. Nach seiner aktiven Karriere widmete sich Seifert mit unermüdlichem Enthusiasmus der Nachwuchsförderung, der Mitgliedergewinnung und dem Schulhockey. Als FHTC-Gründungsmitglied erwarb er 1996 die B-Trainerlizenz und 2004 die A-Trainerlizenz an der Sporthochschule Köln. Sein erster persönlicher Trainererfolg war der erste sächsische FHTC-Titel im weiblichen Bereich nach der Wende: der Gewinn der Bestenermittlung der C-Mädchen am 27. September 1997 in Leipzig.

Seifert betreute über Jahrzehnte hinweg mehrere Mannschaften parallel – von den Kleinsten bis zur Damenmannschaft. Unter seiner Leitung errang der FHTC-Nachwuchs 14 Sachsen- und Mitteldeutsche Meistertitel sowie zahlreiche Podestplätze. Die Damen holten dreimal den Mitteldeutschen Hallenhockey-Meistertitel und stiegen zweimal in die Hallenregionalliga Ost auf.

Darüber hinaus engagierte sich Seifert als Sportkoordinator des Sächsischen Hockeyverbandes (2002–2006), baute die enge Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen auf, organisierte regelmäßige Schulhockey-Meisterschaften, Lehrerschulungen und Teilnahmen am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Er war maßgeblich an der Ausrichtung von Ostdeutschen und Deutschen Meisterschaften im Jugend-Hallenhockey in Freiberg beteiligt und holte durch gute Kontakte zum DHB sogar Länderspiele nach Freiberg.

Sein Einsatz für den Neubau des Hockey-Kunstrasens, die Anleitung junger Trainer, Sponsorenakquise und die tägliche Präsenz auf der Anlage an der Hainichener Straße machen ihn zu einer unverzichtbaren Säule des Freiberger und des Sächsischen Hockey - immer mit Unterstützung seiner Frau Beate.

Mit beiden goldenen Ehrennadeln wird ein außergewöhnlicher Ehrenamtler gewürdigt, dessen Leidenschaft, Kontinuität und Begeisterungsfähigkeit seit über 55 Jahren den Hockeysport in Freiberg und Sachsen nachhaltig prägen. Seiferts Wirken kann auch in der Festschrift "100 Jahre Gründung Freiberger Hockeyclub 1920 e.V" (2025) nachgelesen werden. Erhältlich im Taschenbuchladen Freiberg und in der Geschäftsstelle des FHTC.