Dienstag, 13 März 2018 20:25

Hockey-Oberliga: Spannendes Finale ohne Happy End

geschrieben von 
Artikel bewerten
(1 Stimme)

Der Damenmannschaft des FHTC steht nach dem Finale um die Mitteldeutsche Meisterschaft mit leeren Händen da.

Das Team von Coach Herbert Seifert unterlag im alles entscheidenden Spiel gegen den frisch gebackenen Mitteldeutschen Meister TSV Leuna am Ende mit 1:4 (0:3) und verpasste damit nicht nur den Titel, sondern auch den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga OST. "Wir haben heute sicher nicht das abrufen können, was uns über große Teile der Saison ausgezeichnet hat", konstatierte Herbert Seifert nach dem Abpfiff. "Uns unterliefen heute zu viele Fehlpässe und Stockfehler. Zudem waren wir heute in den Zweikämpfen zu passiv und hatten mit zwei Pfostenschüssen auch noch außerdordentliches Pech. Für unsere Spielerinnen war die Kulisse von über 100 Zuschauern sicherlich auch ungewohnt und resultierte gerade in der Startphase in spürbarer Unsicherheit." Der Start in die Partie hätte für den FHTC unglücklicher nicht laufen können, schon in der ersten Spielminute musste FHTC-Torhüterin Susanna Beck die Kugel das erste Mal aus den eigenen Maschen holen. "Das hat uns kalt erwischt, von dem zeitigen Rückstand haben wir uns im ersten Durchgang eigentlich nie erholt." Leuna nutzte die Situation eiskalt aus und erhöhte nur vier Minuten später auf 2:0, zuvor traf Corinna Höhne nur den Pfosten. Bis auf Torschüsse von Luisa Simolka (3.) und Corinna Höhne (28.) blieben FHTC-Abschlüsse im ersten Durchgang Mangelware, zudem fanden drei FHTC-Strafecken nicht ins Ziel. Erst nach dem Pausentee wurde es spannend, als Simolka quasi mit dem Wiederanpfiff auf 1:3 verkürzte. "Dann passiert uns in der Abwehr allerdings ein Fehler und wir passen zu ungenau, und schon war bei uns die Luft wieder raus", so Seifert. Leuna fing den zu langsamen Pass ab und brachte mit dem vierten Treffer den Finalsieg schon fast in trockene Tücher. Zudem traf von Wolfersdorf nach Strafecke nur den Pfosten (28.). Selbst die Herausnahme von Beck zu Gunsten einer sechsten Freiberger Feldspielerin brachte nichts mehr ein. "Trotzdem bleibt unter dem Strich der sehr gute zweite Platz für uns, der nach dem personellen Aderlass der vergangenen Saison wirklich bemerkenswert ist. Immerhin haben uns neun Spielerinnen nach der Regionalliga-Saison verlassen." Der FHTC will nun in der kommenden Saison wieder angreifen. "Aus der Jugend werden einige Spielerinnen nachrücken, wir wollen auf jeden Fall wieder eine schlagkräftige Truppe in die Hallensaison schicken." Für das Team geht es am 29. April in der Mitteldeutschen Oberliga auf dem Feld in Freiberg gegen den Spitzenreiter ESV Dresden weiter. Hier liegt der FHTC momentan hinter dem HCLG Leipzig auf Rang drei.

FHTC: Höhne, Beck, von Wolfersdorf, Oertel, Münch, Simolka (1), Seiler, Laue

Bilder aus Freiberg

{joomplucat:157 limit=50|columns=4}

 

Medien

{YouTube}https://www.youtube.com/watch?v=I6_Hcf1yz-Y{/YouTube} FHTC - TSV Leuna 1:4 (0:3) Video: Karl-Heinz Dahle