Neue Wege zwischen Schule und Verein

Das Freiberger Modell

Der Freiberger HTC ist im Schulsport des Landkreises Mittelsachsen durch zahlreiche Aktivitäten präsent. Der Club organisiert unter Federführung von Vereins-Coach Herbert Seifert alljährlich mehrere Wettbewerbe auf Schulebene. Egal ob Spielpläne, Schiedsrichter, Helfer oder Kampfgericht - die Kooperation des FHTC mit den Bildungseinrichtungen ist auf vielen Ebenen fließend. Neben der mittlerweile etablierten Schulhockeymeisterschaft wurden 2008 erstmals auch Staffelspiele eingeführt. Der Kreis-Sport-Bund Mittelsachsen kam an Board und begleitet nunmehr diese beiden Hockeydisziplinen als Schirmherr. Für die Kommunikation mit den Schulen zeichnet die Schulsportkoordinatorin für Freiberg und Brand-Erbisdorf Grit von Wolfersdorf verantwortlich. Sie ist darüber hinaus ebenfalls in die Organisation der Schulhockeyveranstaltungen involviert.

Schulhockey-Meisterschaften

Was als Stadmeisterschaft vor sieben Jahren begann, mauserte zur Schulhockeymeisterschaft im Rahmen der Kreis- Kinder- und  Jugendspiele und wird seit drei Jahren als Veranstaltung des Kreissportbundes in Kooperation mit dem Freiberger HTC durchgeführt. Bei diesem Wettbewerb spielen über 150 Kindern in bis zu zehn Teams der fünften Klassen von Mittelschulen und Gymnasien aus Brand- Erbisdorf und Freiberg im Hallenhockey um einen Pokal - mit einem oftmals hochdramatischen Finale als Höhepunkt.

Es wird oft nach neuen Terminen angefragt. Für uns ein deutliches Zeichen, dass sich beide Veranstaltungen in der Freiberger Schulsportlandschaft etabliert haben"

Staffelspiele als Anreiz für junge Schüler

Die Hockeystaffelspiele hingegen werden unter dem Motto "Machs mit, Machs nach, Machs besser" absolviert und sind dazu gedacht, Gewandtheit, Koordination und Schnelligkeit in Verbindung mit einfachen Hockeyelementen zu fördern. Den Kindern werden dadurch viele neue Bewegungsmöglichkeiten eröffnet. Insgesamt sechs Grundschulen aus Freiberg und Zug nehmen mitterweile regelmäßig an den spaßigen Wettkämpfen teil. Klar, dass es auch hier zahlreiche Pokale zu gewinnen gibt.

Jugend trainiert für Olympia

Das Engagement des Clubs und der Schulen trägt Früchte. Mit dem Scholl-Gymnasium war im Jahr 2007 erstmals eine Freiberger Schule beim Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" in der Sportart Hockey in Berlin. 2009 scheiterte das Brand-Erbisdorfer Cotta-Gymnasium knapp.

2011 wird der Wettbewerb in der Altersklasse WK IV auf der neuen Großfeldkunstrasen-Anlage in Freiberg durchgeführt.

Hockeyscout-Ausbildung

Um die erfolgreichen Kooperation zwischen Schule und Verein auch in Zukunft fruchtbar zu gestalten ist der FHTC bestrebt, Scouting-Nachwuchs auszubilden und vermittelt bei Interesse Kontakte zum Schirmherr Deutscher Hockeybund.

Einen HockeyScout kann man mit einem Pfadfinder vergleichen, der vor allem in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein viele neue und kreative Wege beschreitet.

Entsprechend vielfältig sind die Einsatzgebiete für einen solchen Scout: Ob Leiten einer Schulsporteinheit, Betreuen von Schulmannschaften oder Organisation von Arbeitsgemeinschaften in Kindergärten oder Sportveranstaltungen - den möglichen Tätigkeitsfeldern sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Ebenso breit gefächert ist auch die Zielgruppe, die mit einem HockeyScout-Lehrgang angesprochen werden soll. Beim Scouting-Lehrgang 2009 in Freiberg waren neben Sportlehrern aus Gymnasien, Grund- und Förderschulen des Landkreises Mittelsachsen auch Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) sowie Vereinstrainer und Hockeyeltern dabei.